Dreier´s Bücherwelt: Endlich Wochenende


   Lisa wehrte sich, aber Sven ließ sie nicht los. Sehen konnte sie nichts, denn es war zu dunkel. Es roch nach feuchtem Moos und vermodertem Holz.

   »Diesen Geruch kenne ich«, dachte sie.

   Langsam lockerte sich die Umklammerung von Sven.

   »Sven, was ist los mit dir?«

   Er öffnete die Augen und sah sich um.

   »Lisa!? Wie komme ich hierher?«

   Sven erschrak, als er bemerkte, dass er Lisa so heftig umklammerte, und ließ sie los.

   »Sven, wo sind wir? Es ist so dunkel.«

   Sven schaute sich noch einmal um und sagte: »Wir sind wieder im Brunnen.«

   Lisa begriff langsam, warum sie nichts sehen konnte.

   »Warum hast du das getan?«

   »Keine Ahnung. Ich weiß nur noch, dass ich schlafen gegangen bin. Dann war ich hier.«

   

   Sven führte Lisa zum Ausgang des Brunnens. Dort angelangt öffnete er vorsichtig die Tür und schaute hinaus. Es war dunkel und niemand zu sehen. Er öffnete die Tür ganz und ging mit Lisa nach draußen, anschließend machten sie sich auf den Heimweg. Unterwegs unterhielten sie sich über die Ereignisse der letzten Tage. Sie gingen zuerst zu Lisas Wohnung. Sie öffnete leise die Tür und Sven verabschiedete sich von ihr. Danach ging er nach Hause und legte sich schlafen.

   

   »Wach auf, du Penner«, rief Rolf und warf sein Kissen nach Sven.

   Sven fuhr hoch, so erschrocken war er. Als er aufstand, bemerkte er, dass er noch angezogen war. Sein Bruder machte sich darüber lustig.

   »Hab ich das alles nur geträumt?«, dachte er und schaute an sich herunter.

   Der Dolch hing an seinem Gürtel, in seiner Tasche fand er einen Zettel, auf dem stand: 

   

   Hallo Sven,

   wenn du dies liest, bist du sicherlich bereits wieder zu Hause. Ich hoffe, Lisa und du habt die Reise gut überstanden. Wenn du wieder durch eine der Türen gehst, dann sei auf der Hut. Nicht jeder, der freundlich tut, ist es auch.

   Ein Freund

   

   Sven las den Zettel immer wieder, konnte jedoch nicht erkennen, wer ihn geschrieben hatte.

   »Was hast du da?«, fragte Rolf.

   »Nichts«, sagte Sven und versteckte schnell den Zettel.

   »Los, komm. In zwei Stunden fängt das Kino an.«

   Sven schaute ihn verständnislos an.

   »Was ist? Du hast gesagt, wir gehen heute ins Kino.«

   »Dann muss heute Sonntag sein«, dachte Sven.

   »OK, OK. Lass mir noch ein paar Minuten. Ich bin gleich fertig.«

   Rolf ließ Sven allein. Sven zog sich aus, ging sich waschen und zog frische Sachen an. Nachdem er gefrühstückt hatte, ging er mit Rolf ins Kino. Es war ein Film über Monster, die versuchten eine Stadt zu unterwerfen. Sein Bruder mochte solche Filme, Sven jedoch nicht. Nach dem Kino gingen sie noch ein Eis essen und dann nach Hause. Rolf war so begeistert von dem Film, dass er den ganzen Weg und zu Hause davon sprach.

   Nach dem Mittagessen ging Sven zu Lisa. Als Sven klingelte, öffnete Lisas Vater die Tür.

   »Hallo Sven. Komm rein. Lisa ist im Bett, sie ist krank.«

   Mit einem unguten Gefühl ging Sven in Lisas Zimmer.

   »Hallo Lisa. Wie geht‘ s?«

   »Nicht so gut, ich habe Fieber und mir tut alles weh.«

   Sven nahm einen Stuhl und setzte sich an ihr Bett.

   »Was sagt der Arzt?«

   »Er meint, es sei nur eine Erkältung.«

   Sven berührte Lisas Stirn, sie war warm. Ein seltsames Gefühl durchfuhr ihn im gleichen Augenblick. Er konnte seine Hand nicht mehr von Lisas Stirn nehmen. Es war, als wäre sie festgewachsen. Nach ein paar Augenblicken war alles wieder vorbei. Lisa fühlte sich plötzlich besser, das Fieber und die Schmerzen waren weg.

   »Was hast du gemacht?«

   Sven schaute Lisa verblüfft an, er konnte sich das alles nicht erklären.

   »Nichts. Meinst du, wir kommen wieder zurück?«, versuchte Sven abzulenken.

   »Ich hoffe doch.«

   »Ich hab da was in meiner Tasche gefunden. Einen Brief«, sagte er, holte ihn hervor und las ihn vor.

   »Weißt du, wer das geschrieben haben könnte?«

   »Nein, ich wüsste nicht.«

   »Es wird immer seltsamer. Zuerst der Traum von der Tür im Brunnen, dann die Rückkehr ohne die Gefahr des Tunnels und jetzt der Brief.«

   »Du darfst das eben nicht vergessen.«

   

   Sie besprachen ihre Abenteuer und versuchten die Ereignisse zuzuordnen. Die Karte und Symbole waren zwar in der anderen Welt, jedoch konnte Sven diese immer wieder zeichnen, was er auch tat. Hierzu nahm er aber kein neues Blatt Papier, sondern einen Stadtplan, der auch noch die Umgebung enthielt. Darauf zeichnete er die Symbole ein, durch die sie bereits gegangen waren. Die anderen Symbole waren zu weit von ihnen entfernt, als dass sie die Stellen an einem Tag hätten erreichen können. Also ließ er diese erst einmal weg. Er betrachtete die Karte, konnte aber nichts Ungewöhnliches erkennen. Nachdem er einige Zeit überlegt hatte, zeichnete er auch die weiter entfernten Symbole ein. Auch danach gab es kein erkennbares Muster.

   »Es ist bereits spät, ich muss wieder nach Hause«, sagte Sven, faltete die Karte zusammen und stand auf.

   Lisa stieg aus dem Bett und verabschiedete Sven mit einem Kuss auf die Wange. Sven war so überrascht, dass er zuerst nichts sagen konnte. Vor Verlegenheit wurde er rot.

   »Gott sei Dank ist sie blind«, dachte Sven. »Wofür war das?«

   »Für die Heilung.«

   Sven hob die Hand an die Wange, auf die Lisa den Kuss gesetzt hatte, und ging in Gedanken versunken allein aus dem Zimmer. Als er die Eingangstür öffnete, schaute er noch einmal zurück. Lisa stand in der Tür und blickte zu ihm.

   »Bis morgen, Lisa«, sagte er und ging hinaus.

   Als die Wohnungstür geschlossen war, senkte Lisa den Kopf.

   »Vielleicht hätte ich es ihm sagen sollen«, dachte sie und legte sich auf ihr Bett.

   

   Sven ging nach Hause, wo man bereits mit dem Abendbrot auf ihn wartete. Nach dem Essen ging er in sein Zimmer und setzte sich an seinen Schreibtisch. Er nahm die Unterlagen, die er von seinem Lehrer bekommen hatte, und fing an, diese durchzulesen, aber seine Gedanken kreisten immer noch um Lisa und das Erlebte. Was er las, nahm er nicht auf. Nach kurzer Zeit legte er die Unterlagen wieder zur Seite und ging ins Bett. Sein Bruder kam kurz darauf ebenfalls und legte sich hin. Er schlief ein, aber Sven lag noch lange wach. Erst spät in der Nacht überkam ihn der Schlaf.

   

   Als Sven am nächsten Morgen erwachte und sich im Badezimmer ansah, fasste er einen Entschluss.

   »Ich werde trainieren, bis ich wieder so gut bin wie in Jonam«, schwor er sich.

   Nach dem Frühstück ging er zur Schule. Es war wie immer: Die anderen hänselten ihn, woraufhin Sven seinen Schwur noch verstärkte. Am Nachmittag, als er zu Hause war, ging er in den Keller. In dem Teil, in dem seine Eltern ihre Sachen untergestellt hatten, schaffte er zuerst einmal Platz. Die Übungen, die er bei den Rebellen gelernt hatte, wusste er noch, somit konnte er mit dem Training beginnen. Allerdings merkte er schnell, dass es nicht das Gleiche war wie in Jonam. Er musste sich etwas einfallen lassen.

   

   Am Abend ging er zu Lisa. Als er vor ihrer Tür stand und klingelte, öffnete niemand. Ein Nachbar kam gerade vom Einkaufen.

   »Die sind nicht da. Das Mädchen ist heute Morgen mit dem Krankenwagen abgeholt worden«, sagte er und ging in seine Wohnung.

   Sven wurde blass vor Schreck. Er rannte nach Hause, um es seinen Eltern zu erzählen.

   »Darf ich ins Krankenhaus und Lisa besuchen?«

   »Nicht heute Abend. Vielleicht morgen«, sagten sie.

   Sven war so in Sorge, dass er beim Abendbrot nichts aß. Schlafen konnte er auch nicht, es drehte sich alles in seinem Kopf.

   »Was mag da nur passiert sein?«, dann erschrak er: »Ob ich das war?«

   Sven war so unruhig, dass sein Bruder nicht schlafen konnte und zu den Eltern lief. Kurze Zeit später kam seine Mutter an sein Bett.

   »Mache dir keine Sorgen Sven, es wird schon nicht so schlimm sein.«

   »Aber ... Ich ... Was ist, wenn ...«, stammelte Sven und bekam Tränen in die Augen.

   »Es ist schon zu spät, um Lisa im Krankenhaus zu besuchen. Wir werden Morgen hingehen.«

   Die Berührungen seiner Mutter halfen, er wurde ruhiger und schlief schließlich ein.

   

   Am nächsten Morgen rannte Sven zu seiner Mutter.

   »Gehen wir jetzt zu Lisa?«

   »Nach der Schule«, sagte sein Vater bestimmt.

   Sven senkte traurig den Kopf.

   »Ich hole dich von der Schule ab, dann können wir gleich von dort aus ins Krankenhaus«, meinte daraufhin seine Mutter verständnisvoll.

   »OK«, dabei schaute er seine Mutter mit einem Lächeln an.

   Die Schule wollte kein Ende nehmen. Sven kam es vor, als wären die Unterrichtsstunden doppelt so lange als sonst. Er war den gesamten Unterricht über so nervös, dass er kaum etwas davon mitbekam. Am Ende wartete, wie verabredet, seine Mutter am Eingang zum Schulhof. Als Sven eingestiegen war, fuhren sie nach Hause.

   »Was ist los, wir wollten doch zu Lisa?«

   »Sie ist wieder zu Hause, du kannst gleich zu ihr.«

   Als sie zu Hause angekommen waren, stieg Sven aus dem Wagen und rannte ins Nachbarhaus. Dort klingelte er an der Wohnungstür von Lisa. Nach kurzer Zeit öffnete sich die Tür und Lisa stand vor ihm.

   »Hallo Sven.«

   »Woher weißt du …?«

   Lisa hatte Sven bereits gepackt und ihm einen Kuss auf die Wange gedrückt.

   »Danke.«

   Sven verstand nicht, was vor sich ging.

   »Komm rein«, sagte sie und zog Sven in die Wohnung.

   »Wie …? Was …?«, mehr bekam Sven nicht heraus.

   Als sie Lisas Zimmer erreicht hatten, sagte sie: »Ich kann wieder sehen!«, und umarmte dabei Sven.

   Sven verstand immer noch nicht und schaute Lisa nur fassungslos an.

   »Du hast mich gestern nicht nur von der Krankheit geheilt.«

   »Das kann nicht sein«, meinte Sven ungläubig.

   Er nahm Lisa in den Arm und drückte sie. Da kam Lisas Vater.

   »Hallo Sven, ist das nicht ein Wunder!?«, sagte er und umarmte beide überschwänglich.

   Kurze Zeit später verließ er, mit Tränen in den Augen, das Zimmer. Sven konnte es immer noch nicht fassen und starrte Lisa an. Sie ging zum Schreibtisch und zeigte auf die Karte.

   »Wo bist du als Erstes durchgegangen?«

   Sven ging zu der Karte und zeigte auf eines der Symbole.

   »Und wo ich?«

   »Das war hier.«

   Sven zeigte Lisa auch die anderen Symbole, durch die sie beide gegangen waren.

   »Hast du den Dolch dabei?«

   »Nein, aber ich kann ihn schnell holen«, sagte Sven und wollte gerade gehen, als Lisa ihn festhielt.

   »Warte, das hat Zeit bis Morgen.«

   

   Beide unterhielten sich über dies und jenes. Dabei erfuhr Sven, dass Lisa in seine Klasse kommen würde. Sven gefiel dies allerdings nicht, denn dann würde sie erfahren, dass er von seinen Mitschülern immer gehänselt wurde.

   »Wann wirst du in meine Klasse kommen?«

   »Nach den Sommerferien.«

   Sven überlegte: »Das sind noch zwei Wochen, dann sechs Wochen Ferien, das macht acht Wochen. Das könnte reichen.«

   Beide schauten sich noch einmal die Karte an und versuchten ein Muster zu erkennen. Plötzlich stand Sven auf.

   »Ich muss jetzt gehen, ich muss noch meine Hausaufgaben machen.«

   Da es noch nicht so spät war, ging Sven in den Keller, um zu trainieren. Er konnte zumindest ein paar Übungen für den Nahkampf durchgehen, für den Rest fehlten ihm die nötigen Geräte.

   Am nächsten Tag konnte Sven seine Eltern überreden, ihn in einem Fitnessklub anzumelden. Dieser hatte ein Programm speziell für Kinder, die Probleme mit ihrem Körpergewicht hatten. Zusätzlich konnte er dort auch die Selbstverteidigung mit Taekwondo erlernen.

   Der erste Tag war sehr anstrengend für ihn. Ihm tat am Abend alles weh, aber das kannte er bereits aus Jonam. In den Ferien trainierte er fast jeden Tag. Abends ging er immer in den Keller, um weiter zu üben, oder lief mit schnellen Schritten durch die Stadt. Nach fünf Wochen hatte er sich schon etwas verändert, aber nicht so viel, wie er gehofft hatte. Ihm blieben noch drei Wochen bis zum Schulanfang. In Selbstverteidigung machte er die besten Fortschritte. Ihm fiel es mittlerweile leicht, die einzelnen Übungen durchzuführen. Sie ähnelten denen, die er bei den Rebellen gelernt hatte. Sein Training nahm ihn so stark in Anspruch, dass er Lisa fast vergaß. Wäre sie nicht ab und zu zu ihm gekommen, hätte er sie wahrscheinlich bis zum Schulanfang nicht mehr gesehen. Lisa bemerkte die Anstrengungen, die Sven sich machte. Auf die Frage, warum er das tue, antwortete er, dass er dies für das nächste Abenteuer mit Ben tun würde. Die Wahrheit verschwieg er ihr.

   »Morgen sind die Ferien vorbei«, dachte Sven und überlegte sich, wie er es anstellen sollte, dass Lisa nicht bemerkte, dass er von seinen Mitschülern gehänselt wurde.

   Sven besuchte Lisa, um ihr zu sagen, was sie alles mitnehmen sollte. Lisa hatte bereits ihre Schulsachen gepackt, sie hatte von der Schulleitung den Stundenplan erhalten. Gemeinsam gingen sie alles noch einmal durch.

   »Hast du meinen Dolch noch?«

   »Ja, hier«, sagte Lisa und gab Sven den Dolch.

   »Hast du noch etwas herausgefunden?«

   Lisa schüttelte den Kopf. Sie studierten noch einmal die Karte, aber es ergab keinen Sinn. Sven band den Dolch an seinen Gürtel und verabschiedete sich. Er wollte am letzten Tag der Ferien noch einmal trainieren. Hierzu ging er, wie schon so oft, in den Keller. Dort hatte er sich mittlerweile einen richtigen Trainingsraum eingerichtet. Er hatte dafür alles verwendet, was er finden konnte. Geld hatte er ja nicht, um etwas zu kaufen. Erst am späten Abend ging er müde aber zufrieden nach Hause. Der erste Schultag verlief beinahe so, wie der letzte. Seine Mitschüler kamen auf ihn zu, sobald er den Schulhof betrat. Sie wollten ihn wieder verprügeln. Sven hatte sich innerlich bereits darauf gefreut. Als sie bei ihm waren, grinste er.

   »Na, freust dich wohl schon wieder Dresche zu bekommen?«, fragte einer der Mitschüler.

   »Ist das deine Freundin?«, fragte ein anderer und zeigte auf Lisa.

   Lisa zog Sven am Arm.

   »Was wollen die von dir?«

   Sven antwortete Lisa nicht, er ging auf die kleine Gruppe zu, die aus vier Kindern bestand.

   »Lasst uns in Ruhe und geht«, sagte er ruhig.

   Einer der Mitschüler stieß Sven zurück. Sven nahm seinen Rucksack ab, in dem er die Schulbücher hatte, und gab ihn Lisa. Selbstbewusst trat er erneut vor die Gruppe.

   »Lasst uns in Ruhe, ich möchte euch nicht verletzen«, sagte er mit fester Stimme.

   Das sahen seine Mitschüler als Provokation. Der Erste griff Sven an, doch Sven wich dem Angriff mit einer leichten Drehung aus. Ein Zweiter kam und versuchte sein Glück, auch diesen Angriff wehrte Sven ab. Es dauerte eine Weile, bis seine Mitschüler begriffen, dass sie Sven nicht mehr als Prügelknaben benutzen konnten. Zum Schluss gab es zwei blaue Augen, eine aufgesprungene Lippe und mehrere blaue Flecken. Sven hatte lediglich einen blauen Fleck abbekommen, als er einmal nicht aufgepasst hatte. Er war stolz darauf, es geschafft zu haben. Von da an ließen sie ihn in Ruhe.

   

   Seit dem Zwischenfall wurde Sven zwar nicht mehr von seinen Mitschülern geschlagen, aber Freunde wurden sie nicht. Zum Glück hatte er Lisa, somit war er wenigstens nicht mehr allein. Sven und Lisa unternahmen sehr viel gemeinsam. Sie trafen sich, auch nach der Schule, fast jeden Tag. Sven arbeitete weiter an seinem Training. Mit Lisa zusammen studierte er immer wieder die Karte und suchte nach möglichen Geheimtüren. Sie fanden jedoch keine. An den Stellen, an denen sich die Symbole befanden, gab es keine. Sven träumte und hörte nichts von Ben. Mit der Zeit verblassten die Erinnerungen. Es schien so, als ob die Abenteuer, die sie in der fremden Welt erlebt hatten, nur ein Traum waren.