Dreier´s Bücherwelt: Endlich Wochenende


   Sven war fast eine Woche nicht mehr zu Hause, langsam machte er sich Gedanken.

   »Ob ich jemals wieder nach Hause komme? Was meine Eltern wohl gerade machen?«

   

   Bis spät in die Nacht hatten sie diskutiert, um eine glaubwürdige Geschichte für Sven auszudenken. Anschließend wiederholten sie diese so lange, bis sie diese ohne nachzudenken wiedergeben konnten.

   

   Sven war darin der Sohn eines Verwandten von Sirius, dessen Eltern in der weit entfernten Küstenstadt Fachan lebten. Sie hatten Sven zu Sirius geschickt, damit er von ihm die Kunst des Heilens erlernte. Er war spät in der Nacht mit seinem Vater hier angekommen, der am frühen Morgen wieder abgereist war.

   

   Als sie ihr Frühstück beendet hatten, bat Sirius Sven sitzen zu bleiben, während Ben den Tisch abräumte.

   »Sven«, fing Sirius an und atmete dabei schwer aus. »Du solltest wissen, dass du, so lange du willst, hier bleiben kannst. Ich stelle nur eine Bedingung.«

   »Und welche?«

   »Du darfst niemandem, wirklich niemandem erzählen, dass Ben diese Dinge tun kann. Du musst wissen, hier ist Magie verboten. Nur vom König ausgewählte dürfen Magie betreiben. Alle anderen werden angeblich auf eine Insel gebracht, wo sie ihre Magie verbessern können. Nur ist von da noch niemand zurückgekehrt. Ich möchte Ben nicht verlieren«, bei dem letzten Satz klang seine Stimme traurig.

   »Ich verspreche es. Ich werde nichts sagen.«

   

   »Ben, du kannst Sven die Gegend zeigen, damit er sich besser zurechtfindet. Wenn du im Dorf bist, dann schau bitte beim Bäcker vorbei, wir brauchen frisches Brot.«

   »Komm Sven, ich zeig dir unser Dorf.«

   Ben lief zur Tür, Sven folgte ihm.

   

   Sie sahen sich zuerst auf dem Hof um, auf dem Ben lebte. Dort gab es einen Brunnen, ein kleines Beet mit Kräutern und Gemüse sowie einen Stall mit ein paar Hühnern, Schweinen und Ziegen. Nachdem Ben ihm alles gezeigt und erklärt hatte, begaben sie sich auf den Weg ins Dorf. Dies lag etwa zwei Kilometer vom Hof entfernt. Die Straße, auf der sie gingen, war für die Wagen der Händler, die häufiger hier vorbei kamen, befestigt worden. Somit kamen sie gut voran und erreichten in kurzer Zeit den Dorfrand. Von dort aus sah man an einer der Hütten eine Brezel aus Eisen hängen.

   »Dort drüben ist der Bäcker, aber da gehen wir erst nachher hin«, sagte Ben und zeigte auf die Hütte.

   

   Das Dorf bestand aus etwa fünfzig Hütten, die meisten davon standen entlang der Hauptstraße. Ein kleiner Platz im Zentrum diente als Marktplatz. Es gab einen Bäcker, Schmied, Tischler und einen Gasthof, der die fahrenden Händler beherbergte, die zu den Markttagen kamen. Es war ein sehr friedliches Dorf, nur selten kam es während Festlichkeiten zu Auseinandersetzungen. Es fehlte ihnen an nichts, aber Reichtümer gab es nicht.

   Die meisten Dorfbewohner hatten sich nur gewundert, dass Ben nicht, wie sonst auch, allein durch das Dorf ging. Niemand hatte sie gefragt, woher Sven kam. Gegen Mittag meldete sich der Hunger. Sie machten sich auf den Weg zum Bäcker, um Brot einzukaufen. Anschließend machten sie sich wieder auf den Nachhauseweg. Unterwegs aßen sie von den Früchten, die sie von den Bäumen pflückten, die am Straßenrand wuchsen.

   

   Aus der Ferne sahen sie, wie zwei Reiter den Hof verließen. Die Tür zur Hütte stand offen. Beide sahen sich ratlos an, da fing Ben plötzlich an in Richtung Hof zu rennen. Er rannte so schnell, dass Sven nicht nachkam.

   »Sirius! Sirius!«, rief Ben immer wieder, während er zur Hütte rannte. Als er den Eingang der Hütte erreicht hatte, blieb er stehen und schaute ängstlich hinein. Dort sah es aus, wie nach einer Explosion, die Stühle waren zerbrochen, der Tisch umgeworfen und das Geschirr lag auf dem Boden verstreut, es war ein einziges Durcheinander.

   »Sirius! Alles in Ordnung?«

   Außer einem leisen Stöhnen war nichts zu hören. Ben ging langsam in die Hütte und suchte nach Sirius, den er einige Augenblicke später vor seiner Kammertür zusammengerollt am Boden fand.

   »Was ist passiert? Bist du verletzt?«, fragte er aufgeregt, lief zu ihm und kniete sich neben ihn.

   Sirius konnte vor Schmerzen kaum sprechen und das, was er sagte, verstand Ben nicht.

   Er ging mit seinem Ohr über Sirius Mund und lauschte.

   »Es ist nicht so schlimm«, flüsterte Sirius kaum hörbar.

   Ben untersuchte ihn, konnte aber keine äußerlichen Verletzungen entdecken. In der Zwischenzeit war Sven in der Hütte angekommen, erschrocken sah er das Durcheinander.

   »Was ist denn hier passiert?«, fragte Sven ängstlich.

   »Ben, du musst mit Sven von hier weg. Irgendwie haben sie von deinen Fähigkeiten und Sven erfahren. Sie suchen euch.«

   Sirius Stimme war so leise, dass Ben kaum verstand, was er sagte.

   »Ich kann dich doch nicht alleine lassen. Du bist verletzt.«

   »Du musst gehen. Geh in meine Kammer, dort ist ein Beutel hinter der Kommode. Nimm ihn, es ist alles, was ich habe.«

   »Aber, was …«

   Ben konnte nicht mehr weiter sprechen, da es ihm die Kehle zuschnürte. Die Tränen verwässerten langsam seinen Blick. Er nahm Sirius Kopf und legte ihn in seinen Schoß. Sirius Atem wurde von Sekunde zu Sekunde flacher.

   »Geht, ich möchte nicht, dass sie euch bekommen. Versprich es, dass ihr geht«, brachte Sirius mühsam heraus.

   Ben konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Während Sirius immer schwächer wurde, versuchte Ben ihn zu heilen, doch er wusste nicht, wo er ansetzen sollte.

   »Lass es, es ist zu spät. Geht.«

   Sirius Stimme war mehr ein Hauchen als ein Sprechen, nach einem letzten Atemzug starb er.

   »Ich verspreche es. Ich verspreche es«, stammelte Ben mit weinerlicher Stimme und in Tränen aufgelöst. Sven hatte es vom Eingang aus mit angesehen, jetzt ging er zu ihnen. Ben strich Sirius über den Kopf und weinte bitterlich. Sven trat langsam näher. Als er beide erreicht hatte, legte er seine Hand auf Bens Schulter, dabei zuckte dieser zusammen und sah ihn mit verweinten Augen an.

   »Es tut, … es ist«, mehr brachte Sven nicht heraus.

   Er kniete sich neben Ben und sah abwechselnd von Ben zu Sirius. Ben hatte Schwierigkeiten sich zu fassen und die richtigen Worte zu finden.

   »Er ist tot«, brachte er mit belegter Stimme heraus. »Er hat gesagt, wir sollen weg von hier. Sie haben uns gesucht. Sie wissen es.«

   »Was wissen sie?«

   »Das mit der Magie und dass du hier bist.«

   Bedrückt schwiegen sie eine Weile. Endlich sah Ben Sven an und meinte, während er Sirius Kopf von seinem Schoß nahm: »Wir müssen ihn begraben.«

   Beide standen auf, holten Schaufeln aus dem Stall und gruben hinter der Hütte ein Loch, das groß genug war, um Sirius aufzunehmen. Als sie damit fertig waren, nahmen sie Sirius, umwickelten ihn mit Stoffbahnen, trugen ihn zu dem Grab und legten ihn hinein. Ben und Sven sprachen noch ein paar Worte, bevor sie das Grab zuschaufelten. Danach gingen sie zurück in die Hütte und suchten zusammen, was sie für eine längere Reise benötigten. Um nicht so viel Gepäck tragen zu müssen, nahmen sie nur das Nötigste, Ben holte noch den Beutel mit dem Geld aus Sirius Kammer. Danach liefen sie zum Stall und ließen die Tiere frei. Sie gingen zuerst Richtung Dorf.

   »Wir müssen uns beeilen. Sie werden sicherlich merken, dass Sirius gelogen hat, und zurückkommen.«

   Kurz vor dem Dorf nahmen sie die Abzweigung nach Süden, dabei achteten sie darauf, dass sie niemand sah. Sie wollten vorerst keinem Menschen begegnen. Beide fragten sich immer wieder, woher die Spione wussten, dass Ben ein Magier war und Sven aus einer anderen Welt kam. Während sie liefen, sprachen sie nicht miteinander, jeder versuchte das eben Geschehene zu begreifen. Nach kurzer Zeit waren sie in einem Wald, den Sven noch nicht kannte. Die Bäume standen in unregelmäßigen Abständen beieinander, dabei bildeten sie an manchen Stellen Lichtungen, auf denen sich Wild zeigte. Es waren Tannen, Fichten und Buchen, das Unterholz bestand aus Moosen, Farnen und niedrigem Gehölz, das Früchte trug. Der Weg, den sie benutzen, war wohl ein Wildpfad, denn es gab keine Spuren von Menschen. Am späten Nachmittag erreichten sie den Spanabach. Es war ein kleiner Bach, der bei der Küstenstadt Spanata ins Meer floss. Diesem folgten sie stromabwärts Richtung Meer. Erst spät am Abend hielten sie an einer Biegung des Baches an, um ihr Nachtlager einzurichten. Sven bereitete das Lager vor, während Ben ein paar Fische aus dem Bach holte, die er dann auf dem Lagerfeuer zubereitete. Nach dem Essen unterbrach Sven das Schweigen:

   »Wo gehen wir eigentlich hin?«

   »Nach Spanata, dort leben ein paar Verwandte von Sirius.«

   »Meinst du nicht, dass die uns dort suchen werden?«

   »Das könnte sein, aber ich wüsste nicht, wo wir sonst hin sollten.«

   Sie berieten sich noch, bis es dunkel wurde, dann legten sie sich hin. Sven dachte noch eine Weile darüber nach, was seine Eltern wohl gerade machten, bevor er einschlief. Ben dachte an Sirius und wurde dabei wieder traurig. Er erinnerte sich an die Erlebnisse mit ihm. Erst spät in der Nacht fand auch er Ruhe und schlief ein.

   

   Am nächsten Morgen gingen sie nach dem Frühstück weiter stromabwärts. Langsam veränderte sich die Landschaft. Der Wald wurde lichter und der Bach verbreiterte sich. Am Nachmittag wurde aus dem zuvor üppigen Wald eine weite Ebene, die nur vereinzelt Bäume aufwies. Hier gab es hauptsächlich Sträucher und Wiesen, aus dem idyllischen Spanabach wurde ein breiter Fluss. Während ihrer Reise waren sie stets darauf bedacht von keinem gesehen zu werden, was ihnen auch gelang. Sie fühlten sich sicher, da sie nicht wussten, dass die Spione des Königs ihnen auf den Fersen waren.

   

   Am frühen Morgen des vierten Tages erreichten sie das Dorf Jonam. Es war ein relativ großes Dorf mit über tausend Hütten. Sie benötigten dringend neue Vorräte. Im Dorf begaben sie sich zum Marktplatz. Sie hatten Glück, es war gerade Markttag. Langsam durchstreiften sie den Markt. Hier gab es alles, was man für das tägliche Leben benötigte. Nach einer Weile fiel Ben auf, dass die Leute sie misstrauisch beobachteten.

   »Wir sollten nicht zu lange hier bleiben.«

   Sven ging zu einem Händler, der Trockenfleisch verkaufte. Es war ein stämmiger Mann mit einem langen Bart und einer schmutzigen Schürze. Sven fragte ihn nach dem Preis vom Speck, woraufhin der Mann sagte, dass er ihm nichts verkaufen könne und ihn wegjagte. Als Ben bei einem anderen Händler versuchte etwas zu essen zu kaufen, erhöhte dieser den Preis. Auch ein Protest seitens Ben brachte nichts. Beide konnten nicht verstehen, was vor sich ging. Die Dorfbewohner schienen bereits von den Spionen unterrichtet worden zu sein.

   »Wir müssen aufpassen. Die Leute scheinen zu wissen, wer wir sind«, meinte Sven.

   Ben nickte zustimmend.

   »Jemand scheint uns zu folgen. Siehst du dort hinten?«

   »Ja, ich habe ihn auch schon bemerkt. Komm, lass uns von hier verschwinden.«

   Langsam und so unauffällig wie möglich versuchten beide den Markt zu verlassen.

   »Das müssen die Beiden sein!«, rief plötzlich jemand aus der Menge und zeigte auf sie.

   Erschrocken sahen sich beide um und liefen los. Dabei versperrten Händler und Marktbesucher ihnen immer wieder den Weg, so dass sie wie Hasen im Zickzack ihren Weg finden mussten. Nur knapp gelang es ihnen, den Leuten auszuweichen. Sie erreichten kurze Zeit später eine Seitengasse. Hier standen die Hütten so eng beieinander, dass die Gasse wie ein langer Tunnel wirkte. Sie liefen, ohne sich umzusehen und auf die Verfolger zu achten. Plötzlich standen sie vor einem Haus, es war eine Sackgasse. Als sie sich umblickten, sahen sie, wie einige Leute vom Markt in die Gasse einbogen. Da es am Ende der Gasse sehr dunkel war, hatten sie die Beiden noch nicht entdeckt. Verzweifelt sahen sie sich nach einem Fluchtweg um und bemerkten eine Tür zwischen zwei Häusern. Sie liefen zu der Tür und versuchten diese zu öffnen, was ihnen aber nicht gelang. Sie fanden eine weitere Tür, die sich aber ebenfalls nicht öffnen ließ. Die Leute vom Markt waren nun schon bedrohlich nahe. Plötzlich hörten sie ein Rufen. Sie schauten sich um und sahen, dass in der ersten Tür, die sie versucht hatten zu öffnen, jemand stand und ihnen zuwinkte. Sie liefen zu der Tür. Als sie nur noch wenige Meter entfernt waren, hörten sie auch, was die Gestalt rief.

   »Kommt schnell hier rein!«

   Kurz darauf schlüpften sie durch die offene Tür. Die Gestalt schloss die Tür, nachdem beide diese durchschritten hatten. Die Leute, die hinter ihnen her waren, hatten von alldem nichts mitbekommen, dafür war es in der Gasse zu dunkel. Die Gestalt zündete eine Laterne an und drehte sich zu den beiden um.

   »Hallo Sven, hallo Ben, ich bin Hutra. Wir müssen uns beeilen, wir sind schon spät dran.«

   Hutra war eine junge Frau, die zu den Rebellen gehörte. Sven und Ben sahen sich überrascht an, sie verstanden nicht, was sie damit meinte. Hutra hob die Laterne höher und ging los. Sven und Ben blieben stehen und sahen ihr nach. Als Hutra dies bemerkte, blieb sie stehen.

   »Kommt, wir haben nicht so viel Zeit«, sie winkte ihnen zu und ging weiter.

   Sven und Ben liefen ihr hinterher, sie wollten sie hier nicht verlieren. Als sie Hutra eingeholt hatten, fragte Sven:

   »Was soll das heißen, wir sind spät dran, und woher kennen Sie unsere Namen?«

   »Dafür haben wir jetzt keine Zeit, sie werden euch nachher alles erklären«, sagte Hutra und lief mit schnellen Schritten weiter.

   Beide hatten ihre Mühe ihr zu folgen. Sie bogen mehrmals links und rechts ab, stiegen Treppen hinauf und hinunter, so dass Sven und Ben schon bald die Orientierung verloren hatten. Plötzlich blieb Hutra stehen und klopfte an eine Tür.

   »Ich hab sie gefunden.«

   Die Tür wurde geöffnet, Hutra trat hindurch und winkte den beiden zu ihr zu folgen. Langsam folgten sie ihr.

   

   Der Raum, den sie betraten, war ziemlich groß aber nur spärlich eingerichtet. Vier Laternen, die im Raum verteilt waren, spendeten gerade genug Licht, um sehen zu können. Auf der linken Seite befand sich eine Tür, vor der jemand mit verschränkten Armen stand. In der Mitte des Raumes stand ein Tisch mit vier Stühlen, wobei auf den hinteren Stühlen zwei Männer saßen. Die beiden Männer sahen Sven und Ben durchdringend an. Einer von ihnen gab per Handzeichen zu verstehen, dass sie sich setzen sollten. Beide gingen langsam und leicht verängstigt zu den Stühlen und setzten sich. Als sie sich erneut umsahen, entdeckten sie drei weitere Männer, die sich am anderen Ende des Raumes befanden.

   »Ihr seid also die beiden, die im ganzen Land gesucht werden? Entschuldigt, das hier ist Gona, ich bin Salu, die anderen werdet ihr später kennen lernen.«

   »Was ist hier los?«, wollte Ben wissen.

   Salu und Gona wechselten einen Blick, dann sagte Salu: »Ihr werdet im ganzen Land gesucht. Der König hat eine stattliche Summe auf eure Köpfe ausgesetzt.«

   »Ich verstehe das nicht. Wir haben doch nichts getan«, meinte Sven.

   »Einer von euch beiden ist ein Magier, der andere kommt aus einer fremden Welt«, sagte Gona zu den beiden und hob dabei vielsagend die Augenbrauen.

   Sven und Ben waren so über das Wissen der beiden erstaunt, dass ihnen der Mund offen stehen blieb.

   »Woher wisst ihr das?«, fragten beide wie aus einem Mund.

   »Nicht nur der König hat Spione. Auch wir haben welche, sogar in den Reihen des Königs«, gab Salu grinsend zur Antwort.

   »Aber wie konnten die Spione des Königs es herausfinden?«, wunderte sich Ben.

   

   Salu erzählte den beiden, dass die Spione des Königs nicht nur einfache Kundschafter waren. Es waren Magier mit besonderen Fähigkeiten, sie konnten andere Magier aufspüren. Als Ben seinen ersten Zauber vollbracht hatte, spürten das die Spione und konnten ihn somit ausfindig machen und beobachten. Zuerst dachten sie, Ben könne nur Feuer machen, aber dann merkten sie, dass er im Laufe der Zeit durch Ausprobieren immer mehr dazu lernte. Sie beschlossen, Ben gefangen zu nehmen und dem König vorzuführen. Deshalb beobachteten sie die Hütte, in der er lebte, und warteten auf einen geeigneten Augenblick. Als Ben kam, bemerkten sie dessen Aufregung und warteten noch ab. Dadurch erfuhren sie von Sven. Als sie dann Ben und Sven festnehmen wollten, waren diese nicht mehr da. Daraufhin versuchten sie, den Aufenthaltsort von den Beiden aus Sirius herauszubekommen.

   

   »Es tut mir Leid, dass dein Vater gestorben ist«, sagte Salu zum Abschluss mit trauriger Stimme.

   »Er war nicht mein Vater. Wir waren gute Freunde.«

   »Das wissen wir, ich dachte nur ...«

   »Was sollen wir jetzt machen?«, fragte Sven.

   »Wenn ihr wollt, könnt ihr hier bleiben. Ben, wir haben auch Magier unter uns, die könnten dich unterrichten. Sven, dich könnten wir im Nahkampf und verschiedenen Waffen unterweisen. Überlegt es euch, wir würden uns freuen, wenn wir euch helfen könnten.«

   Beide berieten sich einen Augenblick, dann erklärten sie sich bereit, für ein paar Tage zu bleiben.