Dreier´s Bücherwelt: Der kleine Magier


   »Wie lange ist Peter jetzt bei Mawas?«, erkundigte sich Rolf.

   »Etwa zehn Stunden ist es her, als er durch das Tor ging«, antwortete Hans mit erstickter Stimme.

   »Er wird wiederkommen. Wahrscheinlich ist er bereits auf dem Weg«, meinte Gunilla aufmunternd.

   Hans blickte sie an: »Und wenn er verletzt ist und unsere Hilfe benötigt? Wie sollen wir ihm helfen?«

   Alle Anwesenden sahen sich ratlos an. Niemand von ihnen wusste, wie man in das Reich Mawas gelingen konnte. Eine ganze Weile herrschte eine solche Stille, dass man das Atmen jedes Einzelnen hörte. Nur hin und wieder wurde es durch ein leises Schluchzen unterbrochen.

   »Was wird mit Paul, wenn Peter ...?«, Dieter brach ab, da er nicht aussprechen wollte, was er gerade dachte. 

   »Wir können nichts für Paul tun. Nur Peter wäre in der Lage ihm zu helfen«, meinte Rolf.

   »Wie wollen wir den Fall abschließen?«, wechselte Dieter das Thema.

   »Das ist bereits geschehen. Die Explosion wurde durch ein Gasleck verursacht. Da das Haus zu dieser Zeit unbewohnt war und niemand zu schaden kam, wurden die Ermittlungen eingestellt.«

   »Aber Hans und Peter ...?«

   »Die waren zur Zeit der Explosion bereits eine Woche in Hamburg. Man hat sie dort gesehen«, unterbrach ihn Paul. »Es steht alles im Abschlussbericht.«

   

   Eine gewaltige Erschütterung lies die Erde erbeben. Gläser und Flaschen, die auf den Tischen standen, fingen an zu schwanken, einige von ihnen fielen um. Einzelne Stücke der Decke wurden herausgebrochen und stürzten zu Boden. Das Beben wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Die Menschen in der unterirdischen Stadt liefen in Panik durcheinander. Immer mehr Teile der Decke fielen herab. Wände kippten um und begruben Leute, die zu den Ausgängen an die Oberfläche zu gelangen versuchten. Aber auch die waren bereits durch Trümmer blockiert. In jeder Sekunde, die das Beben andauerte und sich verstärkte, wurde es schwieriger den verletzten oder verschütteten zu helfen.

   Das Beben war so plötzlich vorbei, wie es gekommen hatte. In den Gängen herrschte zuerst Totenstille. Niemand wagte es, etwas zu sagen. Nur allmählich kehrten die Geräusche zurück. Hier und da hörte man ein leises Weinen oder Schluchzen und das Herabrollen von losen Steinen. Langsam begannen die Bewohner mit den Aufräumarbeiten.