Dreier´s Bücherwelt: Der kleine Magier


   Die Reise verlief bis Dortmund ohne Zwischenfälle. Sie standen die Nacht über auf dem Stellplatz >>Revierpark Stern Hallery<<. Der Morgen brach gerade herein, als Peter aus dem Schlaf schreckte und seinen Vater weckte.

   »Sie sind hier!«

   Noch schlaftrunken setzte sich Hans auf. »Wer?«

   »Diener von Mawas. Sie durchsuchen den Platz.«

   Hans war augenblicklich hellwach. Er zog sich schnell eine Hose und Hemd an und eilte zum Fahrersitz.

   »Schnall dich an. Wir müssen los.«

   »Warte. Wenn wir jetzt losfahren, werden sie uns bemerken und Mawas berichten.«

   »Was sollen wir deiner Meinung nach tun?«

   »Ich werde versuchen, sie auf eine falsche Fährte zu locken. Halte dich bereit. Wir werden schnell von hier verschwinden müssen.«

   Hans verstand nicht, was Peter damit meinte, blieb aber auf dem Fahrersitz sitzen, als dieser das Wohnmobil verließ. Peter schlich aus dem Wagen und suchte, unter Zuhilfenahme der umherstehenden Bäume und Wagen als Deckung, den Platz ab. Es dauerte nicht lange, da hatte er den ersten Diener ausgemacht, kurze Zeit später sah er auch den zweiten. Jeder ging für sich Wohnwagen für Wohnwagen ab und sah durch die Fenster hinein. Der eine war nur noch fünf Wagen von Peters entfernt, der andere lief in entgegengesetzte Richtung. Peter überlegte, wie er die beiden am besten aufhalten konnte. Nur noch drei Wagen, bis sie Hans entdecken würden. Beide gleichzeitig unschädlich machen, konnte er nicht. Vorsichtig näherte sich Peter an den, der seinem Wohnwagen am nächsten war. Er war noch etwa zehn Meter von ihm entfernt, als dieser durch das Fenster von Peters Wohnwagen sah. Ihm blieb nicht mehr viel Zeit.

   »Hapru sybno jerts frig!«

   Der Diener verharrte mitten in seiner Bewegung. Allerdings hatte der andere dies bemerkt. Sie waren wohl miteinander verbunden. Peter rannte so schnell er konnte auf ihn zu, wobei dieser von ihm wegrannte. Der Diener war sehr flink, so dass Peter Mühe hatte, näher an ihn heranzukommen. 

   »Hapru sybno jerts frig!«

   Peter hoffte, dass der Zauber auch auf diese Entfernung hin wirkte, doch der Diener rannte weiter. Er war schon fast außerhalb des Parks, als er plötzlich stehenblieb.

   »Sie sind in Dortmund auf dem Stellplatz >>Revierpark Stern Hallery<<«, übermittelte der Diener an Mawas.

   Danach sackte er zusammen und sein Körper zerfiel zu Staub.

   Peter sah, wie der Diener Mawas stehenblieb und nach kurzer Zeit zusammenbrach. Als er an der Stelle angekommen war, sah er nur ein Häufchen Staub, die eine kleine Windbö verteilte. Urplötzlich schnellte Peter herum und rannte zurück zu seinem Wohnwagen. Dort stand immer noch völlig erstarrt der Diener. Peter ging näher an ihn heran.

   »Kranu jowa Ban tra!«

   Als der Diener sich vollständig aufgelöst hatte, ging Peter in den Wohnwagen.

   »Mawas weiß, wo wir sind. Einer seiner Diener hat ihm eine Nachricht übermittelt.«

   »Dann lass uns schnell von hier verschwinden«, meinte Hans und startete den Motor.