Dreier´s Bücherwelt: Der kleine Magier


   Rolf erzählte Dieter, dass es auf der Erde nicht nur einfache Menschen, sondern auch andere mit besonderen Fähigkeiten gab. Die meisten von ihnen lebten als normale Bürger und gingen ebenso normalen Berufen nach. Allerdings gab es auch welche, die mit ihrem Leben nicht zufrieden waren und versuchten, mit ihrer Begabung andere zu manipulieren und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das Gespräch dauerte bereits etwa vier Stunden.

   »Nun weißt du im Groben, um was es hier geht. So, wie es aussieht, gibt es einen Krieg unter ihnen. Hoffen wir, dass es schnell vorbei ist, und die Richtigen gewinnen«, sagte Rolf abschließend.

   »Und was, wenn nicht?«

   »Dann haben wir die Hölle auf Erden.«

   Dieter konnte immer noch nicht glauben, was Paul ihm anvertraut hatte. »Wenn das die Presse erfährt, dann bricht eine Panik aus«, dachte er.

   »Woher weißt du das eigentlich alles?«

   Rolf sah Dieter nachdenklich an. Es dauerte einige Zeit, bis er es ihm anvertraute.

   »Ich bin einer von ihnen.«

   Dieter blieb fast das Herz stehen, so erschrocken war. Ein Anderer saß vor ihm. In seinem Kopf überstürzten sich Gedanken und Fragen. Rolf bemerkte dies und meinte: »Paul gehörte auch zu uns, allerdings waren seine Fähigkeiten nicht so ausgeprägt. Deshalb hat er wohl auch den Angriff nicht rechtzeitig bemerkt.«

   »Soll das heißen, dass er tatsächlich umgebracht wurde?«

   »Ja und nein. Er ist nicht tot ..., man hat ihm lediglich die Lebensenergie entzogen. Wenn wir Glück haben, können wir ihn noch retten.«

   »Aber was ist mit seiner Obduktion?«

   »Die hat es nie gegeben. Wir haben ihn vorher ausgetauscht. Frage jetzt bitte nicht, wie wir das gemacht haben. Das kann ich dir nicht erklären. Mit der Zeit wirst du alles erfahren.«

   Rolf stand auf und ging zur Tür. Bevor er aus dem Zimmer ging, drehte er sich noch einmal um und meinte: »Es ist spät. Wir sehen uns morgen.«

   Dieter nickte nur und sah auf die Tür. Nachdem Rolf gegangen war, lehnte er sich in seinem Stuhl zurück und starrte nachdenklich an die Decke.