Dreier´s Bücherwelt: Der kleine Magier


    Gunilla wollte gerade die Tür öffnen, als sie einen Lichtschein durch den unteren Spalt sah. Sofort wich sie zurück und zog Sabine und Manfred zur Seite.

   »Er versucht, seinen Vater zu retten. Wir müssen warten, bis er damit fertig ist.«

   Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis der Lichtschein unter der Tür erblasste. Gunilla wartete noch einige Zeit, bevor sie die Tür öffnete. 

   Als sie das Zimmer betraten, saß Peter auf dem Bett seines Vaters. Er hatte den Kopf gesenkt und die Augen geschlossen. Er reagierte nicht auf das Eintreten der Drei. Als Gunilla bei ihm war, flüsterte sie leise:

   »Du hast getan, was du konntest. Jetzt muss die Natur ihren Teil beitragen.«

   Peter öffnete langsam die Augen und sah die Frau an. Gunilla hob ihren rechten Arm und bot ihn Peter an. Der ergriff ihn zögerlich, stand auf und ging mit ihr und Manfred zum Ausgang.

   »Ich bleibe hier und kümmere mich um deinen Vater«, sagte Sabine, als Peter noch einmal zurückblickte.

   Gunilla führte Peter in den Raum, in dem er zuvor aufgewacht war. Dort setzte er sich bedrückt auf das Bett. Gunilla stellte einen Stuhl neben ihn.

   »Ob er es schaffen wird?«, fragte Peter mit erstickter Stimme.

   »Er ist ein starker Mann. Wenn es jemand schaffen kann, dann er«, versuchte sie ihn zu beruhigen.

   Sie unterhielten sich eine Zeitlang. Dabei erfuhr Gunilla, dass Peters Mutter bei seiner Geburt verstarb und sein Vater ihn großgezogen und unterrichtet hatte. Er lernte von ihm, die Welt mit anderen Augen zu sehen, als andere Menschen. Mit vier Jahren hatte er das erste Mal Magie angewandt. Da sein Vater kein Magier war, konnte er ihn darin nicht unterrichten. Diese Aufgabe übernahm ein Freund namens Mawas. Aber dieser spielte ein falsches Spiel. Er hatte vor, Peter für seine Machenschaften auszunutzen. Als Hans dies entdeckte, floh er mit Peter in ein anderes Land. All das lag etwa ein halbes Jahr zurück.